EMDR I HYPNOSE I NLP I SOMATIC PRACTICE & EXPERIENCE I

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Wie ich mit systemischen traumasensiblen Coaching, NLP, Hypnose, EMDR und soviel mehr Dich in deine volle Kraft bringe

Körperliche Beschwerden und die Kraft der Selbstheilung: Die Verbindung zu inneren Blockaden verstehen

Im Laufe meiner Arbeit habe ich festgestellt, dass viele körperliche Beschwerden – sei es in Form von Verspannungen, chronischen Rückenschmerzen oder anderen manifesten Krankheiten – tiefere, oft unbewusste Zusammenhänge mit emotionalen und mentalen Blockaden haben. Der Körper ist nicht nur ein mechanisches System, sondern ein intelligentes Gefäß, das auf unsere emotionalen und psychischen Zustände reagiert. Was oft übersehen wird, ist, wie sehr körperliche Symptome Ausdruck innerer Konflikte, unverarbeiteter Traumata oder ungelöster Emotionen sein können.

Faszien und ihre Rolle bei Traumata

Ein besonders interessantes Bindeglied zwischen Körper und Psyche sind die Faszien – das Bindegewebe, das unsere Muskeln umhüllt und den gesamten Körper durchzieht. Faszien sind nicht nur für die Beweglichkeit und Struktur des Körpers verantwortlich, sondern stehen auch in enger Verbindung mit unserem Nervensystem und unserer Psyche. Sie sind durchzogen von Millionen von Sinneszellen, die uns ermöglichen, unseren Körper zu spüren und zu fühlen. Bei emotionalem Stress oder traumatischen Erlebnissen können sich Spannungen und Blockaden in den Faszien manifestieren, was zu körperlichen Beschwerden wie Verspannungen, Schmerzen oder eingeschränkter Beweglichkeit führen kann.

Die Macht der Selbstheilung

Wir müssen nicht „heilen“ im klassischen Sinne – der Körper hat die erstaunliche Fähigkeit, sich selbst zu heilen, wenn er die richtigen Bedingungen bekommt. Durch die richtige Unterstützung und Ressourcen können wir dem Körper ermöglichen, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das bedeutet nicht, dass wir Krankheiten oder Beschwerden einfach ignorieren sollten, sondern dass wir dem Körper die nötige Unterstützung bieten müssen, damit er sich selbst regenerieren kann.

Ein Beispiel hierfür ist das Placebo-Experiment, das eindrucksvoll zeigt, wie stark unser Geist die körperliche Realität beeinflussen kann. Wenn Menschen glauben, dass eine Behandlung hilft, auch wenn sie keine aktive medizinische Wirkung hat, kann es zu einer tatsächlichen Verbesserung der Symptome kommen. Das beweist, wie mächtig der Glaube und die mentalen Einstellungen die Körperfunktionen beeinflussen können.

Doch wie kommen wir in diese Heilung? Es beginnt damit, dass wir uns selbst und unseren Körper verstehen und ihm die nötige Aufmerksamkeit und Ressourcen geben. Emotionale Heilung, Atemübungen, die Arbeit mit dem Nervensystem und Techniken wie Somatic Practice und Energetic Reset Sessions sind Ansätze, die nicht nur den Geist beruhigen, sondern auch tief in den Körper wirken. Indem wir uns der emotionalen Ursachen für unsere physischen Beschwerden bewusst werden und diese in einem sicheren Raum transformieren, schaffen wir die Bedingungen für echte Heilung.

Der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden

Es geht nicht darum, den Körper zu bekämpfen oder zu verurteilen, sondern ihm die richtigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit er in der Lage ist, sich selbst zu heilen. Indem du dich mit deinem Körper verbindest, auf die Signale achtest, die er dir sendet, und mit den richtigen Methoden deine inneren Blockaden und emotionalen Lasten löst, wirst du nicht nur körperliche Beschwerden lindern, sondern auch dein gesamtes Wohlbefinden steigern.

Es ist ein Prozess, der nicht immer sofortige Ergebnisse liefert, aber mit Geduld und der richtigen Unterstützung kannst du die tieferen Ursachen für deine Beschwerden auflösen und deinem Körper die Möglichkeit geben, sich selbst zu regenerieren. Denn wie bereits erwähnt – unterschätze niemals die Selbstheilungskräfte deines Körpers. Sie sind weitaus mächtiger, als wir oft glauben.

MEIN GANZHEITLICHER ANSATZ


Körperliche Möglichkeiten für dein Wohlbefinden: Der Schlüssel zu deiner ganzheitlichen Transformation

Neben den emotionalen und energetischen Ansätzen gibt es natürlich auch eine Reihe von physischen Möglichkeiten, dein körperliches Wohlbefinden zu steigern. Diese ergänzen und verstärken die transformative Arbeit auf der geistigen und emotionalen Ebene und können einen massiven Impact auf deine gesamte Entwicklung haben. Und das Schöne dabei: Sie sind nicht nur effektiv, sondern machen auch Spaß, wenn du die richtigen Aktivitäten für dich findest.

Bewegung und Sport – Die Kraft der Natur

Für mich persönlich ist Bewegung einer der wichtigsten Bausteine in meiner eigenen Transformation. Es geht nicht nur um Fitness, sondern auch um Stressabbau, Balance und eine tiefere Verbindung zu mir selbst. Das Mountainbiken hat mir in den letzten Jahren nicht nur geholfen, körperlich fitter zu werden, sondern es hat mich auch immer wieder aus meinem Kopf geholt und mich mit der Natur verbunden. Wenn ich die Strecke hinabfahre, spüre ich die Freiheit, den Wind und die Bewegung meines Körpers – das gibt mir einen klaren Kopf und eine tiefe innere Ruhe. Es ist meine Art, den Alltag hinter mir zu lassen und mich wirklich zu erden.

Ähnlich wirkt das Stand-Up-Paddling auf mich. Anfangs hatte ich keinerlei Verbindung zum Wasser, doch als ich es vor Jahren für mich entdeckte, erlebte ich das erste Mal die Kraft des Wassers. Plötzlich fühlte sich jede Bewegung im Wasser nicht nur wie ein sportlicher Akt an, sondern wie ein Heilungsprozess – der sanfte Widerstand des Wassers, das Rhythmusgefühl, das sich mit dem Atem verbindet. Für mich ist es nicht nur Sport, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, Stress abzubauen und mich selbst neu zu spüren.

Faszienarbeit – Dein Körper als Spiegel deiner Gefühle

Ein weiterer Aspekt, der in meiner Arbeit und auch in meinem eigenen Leben eine Rolle spielt, ist die Faszienarbeit. Unsere Faszien sind viel mehr als nur Bindegewebe – sie sind eng mit unseren Emotionen und unserem Nervensystem verbunden. Wenn sich emotionale Spannungen oder Traumata in unserem Körper festsetzen, manifestieren sich diese oft in Form von Verspannungen, Blockaden oder Schmerz. Faszienrollen, Dehnübungen und gezielte Mobilisierungstechniken helfen dabei, diese Spannungen zu lösen und den Körper wieder in einen Zustand der Beweglichkeit und Freiheit zu bringen.

Ernährung und Detox – Alte Belastungen loslassen

Entgiftungsprozesse spielen in meiner ganzheitlichen Herangehensweise eine wichtige Rolle. Sie unterstützen den Körper dabei, alte Belastungen loszulassen und Platz für neue Energie zu schaffen. Durch eine bewusste Ernährung und Detox-Phasen gebe ich meinem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren und zu reinigen. In meiner eigenen Reise habe ich oft festgestellt, wie wichtig es ist, nicht nur geistige und emotionale Belastungen zu befreien, sondern auch den physischen Körper von Altlasten zu lösen. Denn unser Körper ist ein Ganzes, und wenn wir ihm die richtigen Ressourcen zur Verfügung stellen, wird er in der Lage sein, sich selbst zu heilen.

Schlaf und Regeneration – Die Grundlage für Heilung

Genauso wichtig wie Bewegung und Ernährung ist der Schlaf. Besonders in stressigen Phasen unterschätzen wir oft, wie wichtig es ist, dem Körper und dem Geist die nötige Erholung zu gönnen. In meinem eigenen Leben habe ich festgestellt, dass ausreichend Schlaf und eine ruhige, entspannende Schlafumgebung für mich die Grundlage sind, um meinen Körper wirklich regenerieren zu können. Der Schlaf ist der Moment, in dem unser Körper die Arbeit leistet, die er tagsüber nicht tun kann – das Verarbeiten von Eindrücken, das Ausbalancieren von Hormonhaushalt und das Stärken des Immunsystems.

Atemtechniken und Breathwork – Dein Körper als Quelle der Ruhe

Das Thema Atemtechniken, insbesondere Breathwork, hat für mich einen ganz besonderen Stellenwert. Wenn ich mich im Alltag überfordert fühle oder unter Stress stehe, ist mein erster Schritt oft, bewusst auf meinen Atem zu achten. Breathwork hat mich immer wieder in meiner eigenen Praxis unterstützt, tiefer in den Moment zu kommen, den Körper zu entspannen und mich aus der gedanklichen Hektik herauszuholen. Es hat die Kraft, das Nervensystem zu beruhigen und sowohl körperliche als auch emotionale Spannungen zu lösen – eine Technik, die ich auch in meiner Arbeit mit meinen Klienten einfließen lasse.

Natur und Heilquellen – Zurück zu den Wurzeln

Nicht zuletzt ist die Zeit in der Natur für mich ein absoluter Heilfaktor. Der Wald, die Berge, das offene Land – das sind Orte, die mir absolute Ruhe und Erneuerung schenken. Wenn ich in der Natur bin, finde ich immer wieder zu mir selbst und kann mich besser mit meiner inneren Weisheit verbinden. Die Natur hat eine heilende Wirkung, die nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele von unschätzbarem Wert ist. Das Eintauchen in den natürlichen Raum schenkt mir die Ruhe und das Gleichgewicht, das ich oft in der hektischen Welt des Alltags vermisse.

Fazit: Ganzheitliche Transformation durch physische und energetische Ansätze

All diese physischen Methoden – sei es Mountainbiken, Stand-Up-Paddling, Faszienarbeit, Ernährung, Detox oder Atemtechniken – sind für mich nicht nur Ergänzungen, sondern ein wichtiger Bestandteil meiner ganzheitlichen Transformation. Sie stärken den Körper, fördern die Selbstheilung und unterstützen den Prozess, emotional und energetisch ins Gleichgewicht zu kommen. Sie sind die Basis, die den Raum schafft, in dem auch die tiefergehenden emotionalen und spirituellen Prozesse stattfinden können. Sie sind mein Werkzeug, um mich immer wieder zu erden, mich neu auszurichten und in meine volle Kraft zu kommen – und genau das möchte ich dir auch ermöglichen.

Was ist EMDR?

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, ein komplexes psychotherapeutisches Verfahren, das seit Mitte der Neunzigerjahre überaus erfolgreich in der Traumatherapie eingesetzt wird. Es arbeitet mit bilateraler Stimulation, d.h. Stimulation beider Gehirnhälften, primär über Augenbewegungen, aber zunehmend auch unter Einbindung des gesamten Körpers.

Wie ist EMDR entstanden?

EMDR wurde in den Jahren 1987-91 von Dr. Francine Shapiro entwickelt. Alles begann mit einem Zufall: Bei einem Spaziergang im Park bemerkte sie, dass Ängste und stark belastende Gedanken, die sie sich aufgrund der bei ihr diagnostizierten Krebserkrankung machte, plötzlich verschwanden und nicht wiederkamen.

Sie recherchierte, was genau auf diesem Spaziergang passiert war und fand heraus, dass, während ihre Gedanken um die Krebserkrankung kreisten, sich ihre Augen ständig hin- und her bewegt hatten, bedingt durch das Wechselspiel von Licht und Schatten der Sonnenstrahlen, die durch die Bäume fielen.

Aus diesen zufälligen Augenbewegungen entwickelte Dr. Shapiro das Konzept einer Serie von gezielten Augenbewegungen, genannt „bilaterale Stimulation“.

In seiner ursprünglichen Form sah das Setting vor, dass der Klient mit seinen Augen den Bewegungen der Hand des Therapeuten folgt, während er gleichzeitig mit seiner Wahrnehmung auf einen speziellen inneren Fokus gerichtet ist. Da das Verfahren sich am Anfang ausschließlich der Augenbewegungen bediente, erhielt es den Namen EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Heute gibt es neben den klassischen Augenmustern noch differenziertere Bewegungen sowie auch auditive und kinästhetische Stimulationsformen.

Zunächst erprobte sie EMDR an Freunden, Bekannten und Kollegen und schließlich an den ersten Klienten. Danach folgten intensivste Studien speziell mit Trauma-Patienten, wie Vietnam-Veteranen, Missbrauchsopfern und anderen Personen mit PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung).

Wo wird EMDR eingesetzt?

Die Anwendung beschränkt sich nicht nur auf die Traumatherapie: Mittlerweile wird EMDR auch eingesetzt bei nahezu sämtlichen Angststörungen, Phobien, Süchten, psychosomatischen Störungen, Schmerzzuständen, Tinnitus, Allergien, Trauerarbeit, Burnout, Zwängen u.v.m.– und die Indikation weitet sich immer mehr aus. Sogar ein spezielles Coaching-Konzept wirkt höchst effizient auf der Basis von EMDR.

Wie wirkt EMDR?

Normalerweise wird Erlebtes vom Gehirn verarbeitet und ad acta gelegt. Traumatische Erlebnisse können jedoch psychische Wunden hinterlassen. Sind diese Wunden geringfügig, kann das Gehirn sie ohne Hilfe bewältigen, so wie der Körper eine kleine Schnittwunde selbständig heilt. Sind diese Verletzungen allerdings schwerwiegend, können sie die Selbstheilungskräfte des Gehirns überschreiten – das Erlebte wird in unverarbeiteter Form im Gehirn fraktal abgelegt und durch ähnliche Situationen immer wieder unkontrolliert evoziert. Dadurch kann es zu allen denkbaren Störungen, Ängsten und Blockaden kommen: Das weitere Leben steht im Schatten des Erlebten. Hier hilft EMDR bei der Reorganisation der Erlebnisinhalte und deren Bewertung.

Wie genau EMDR beim einzelnen Klienten wirkt, kann jedoch nicht vorausgesagt werden. Es sind immer mehrere Wirkfaktoren, die zusammenkommen. Diese sind:

  • Aufmerksamkeitsteilung: Durch die gleichzeitige Konzentration auf das belastende Erlebnis und die bilaterale Stimulation im Hier und Jetzt lernt das Gehirn, sich nicht von assoziierten Emotionen, Kognitionen und Bildern überfluten zu lassen. Es findet eine Dosierung und Distanzierung hinsichtlich des belastenden Materials statt – der Klient erlangt immer mehr Kontrolle.

  • Entkonditionierung: Durch die Fokussierung auf die Belastung und gleichzeitig stattfindenden Entspannung und Gehirnhälften-Synchronisation findet ein Zustand der reziproken Hemmung statt – Anspannung und Entspannung zugleich ist nicht möglich, und das Belastungsniveau des Klienten wird reduziert.

  • Neurone Veränderung des synaptischen Potenzials: Hier liegt das eigentlich „kleine Wunder“ des EMDR. Neuronal verbinden sich Belastungsnetzwerke mit Ressourcen-Netzwerken und der Transport vom implizierten Gedächtnis zum expliziten Gedächtnis (hier ist unsere Lebensgeschichte abgespeichert) kann beginnen. Das Erlebte wird als Teil der eigenen Lebensgeschichte integriert, erfährt eine Neubewertung und hat keine Macht mehr. Eine besondere Bedeutung kommt hier dem „bipolaren Prinzip“ zu – der Verbindung von Belastung und Ressource. Biochemisch ist hier insbesondere die Ausschüttung von Acetylcolin wichtig, die beispielsweise auch ganz automatisch in den REM-Phasen unseres Schlafes stattfindet. Letztlich findet hier das Zitat von Donald Hepp aus den späten Vierzigerjahren Anwendung: „Neurons, that fire together, wire together.“

Die unterschiedlichsten Langzeitstudien mit EMDR weisen nach, dass dieses Verfahren schneller und besser wirkt, als sämtliche anderen bekannten Therapiekonzepte.

Dieser Beitrag wurde von Andreas Zimmermann verfasst. Er ist Dozent des Fachseminars EMDR in Leipzig, das in Kooperation mit der Deutschen Heilpraktikerschule Leipzig angeboten wird.